Als Alexander Graham Bell 1876 das Telefon
erfand, waren die Anforderungen denkbar gering: Man
wollte lediglich über weite Entfernungen miteinander
sprechen können. Heute sind die Ansprüche
an die Telekommunikation weit höher und die Frage
nach den Gesamtkosten für das Telefonieren mittels
herkömmlicher Telefonanlagen ist meist sehr einfach
zu beantworten: Keine Ahnung!
Das Telefon ist – und bleibt
wohl auch noch lange – unser wichtigstes Kommunikationsmittel.
Dementsprechend aufwendig sind moderne Telefonanlagen,
denn sie müssen eine Vielzahl von Leistungsmerkmalen
besitzen, um heutigen Geschäftsanforderungen zu
genügen. Diese Leistungsmerkmale lassen sich die
Hersteller solcher Anlagen allerdings teuer bezahlen
und wer gar nach einer Integration in vorhandene PC-Anwendungen
verlangt, der reibt sich angesichts des Preisschildes
oft ungläubig die Augen. Die Endgeräte müssen
die Kunden natürlich vom gleichen Hersteller kaufen
– wie auch den Support der Anlage, den sie andernfalls
gar nicht erst erhalten.
Wer mehr als eine Niederlassung hat, der muss außerdem
für jeden weiteren Standort eine zusätzliche
Anlage beschaffen. Nebst Endgeräten, Interfaces,
Lizenzen und Anwendungen, versteht sich. Sind diese
Anlagen nicht alle von demselben Hersteller, landet
man schnell in einem undurchschaubaren Technologie-
und Vertragsdschungel – ganz zu schweigen von
einer einheitlichen Support- und Servicestruktur. Und
wenn mal ein Umzug ansteht, ist sogar noch mechanischer
Aufwand erforderlich: Leitungen verlegen, Anschlüsse
einrichten, umstecken am Verteiler. Das müssen
die Kunden selbstverständlich alles extra bezahlen
und telefonieren können sie so lange auch erst
mal nicht.
Diese Arbeiten erledigt – wie etwaige Reparaturen
auch – ein Techniker des Herstellers, dessen Rechung
natürlich nicht auf einer Sammelkostenstelle für
Telefonie, sondern irgendwo beim Verursacher landet.
Kein Wunder also, dass Unternehmen selten richtig beziffern
können, was sie das Telefonieren in Summe eigentlich
kostet. Fragt sich ohnehin, warum sie sich die beträchtlichen
Anschaffungswerte der Telefonanlagen in ihre Bücher
schreiben und somit das Kapital binden sollen.
Zumal eine echte Computer-Telefonie-Integration mit
herkömmlichen Telefonanlagen, deren teure Kapazitäten
Unternehmen selten ausschöpfen, schon technologiebedingt
schwer zu machen ist. Wer IT-gestützte Geschäftsprozesse
und Telefonie zusammenbringen will, kommt an Computertechnologie
für die Sprachübertragung nicht vorbei –
und bezahlt optimalerweise lediglich einen klar kalkulierbaren
Preis für den Service Telefonieren. Wie das geht,
lesen Sie hoffentlich mit großem Interesse in
dieser Ausgabe von toms spotlight.
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